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Freiwillige/r werden

Freiwillige/r  im BFD mit Flüchtlingsbezug kann jede/jeder Interessierte werden, die/der Interesse hat sich im Bereich der Flüchtlingsarbeit/ -hilfe/ -unterstützung zu engagieren.

Geflüchtete Menschen aus nicht sicheren Herkunftsländern können sich ebenfalls für einen Bundesfreiwilligendienst entscheiden. Voraussetzung dafür ist, dass sie nicht mehr in einer Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht sind, mindestens 18 Jahre sind und eine Aufenthaltsgestattung oder die Anerkennung haben. Zudem muss von der Ausländerbehörde eine Beschäftigungserlaubnis vorliegen.

Einsatzzeit
Die Ableistung in Teilzeit mit mehr als 20 Stunden pro Woche ist auch für unter 27-jährige Freiwillige möglich. Der Dienst soll mindestens sechs Monate, im Regelfall zwölf Monate umfassen.
Die Freiwilligen haben einen Urlaubsanspruch von 26 Tagen bei einem 12-monatigen Bundesfreiwilligendienst.

Leistungen aus dem BFD
Sie erhalten monatlich bis zu 350,- €, die sich aus Taschengeld, Unterkunfts- und Verpflegungszuschuss zusammensetzen. Sie sind sozialversichert. Es werden also die Beiträge für Kranken-, Renten-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung übernommen. Sie müssen sich als eigenständiges Mitglied bei einer gesetzlichen Krankenkasse melden.

Es kann zur Anrechnung der Leistungen aus dem BFD (Taschengeld und ggf. Sachleistungen) auf andere Leistungen bzw. Ansprüche kommen.
Leistungen aus dem BFD werden insbesondere nach § 7 des Asylbewerberleistungsgesetzes angerechnet.
Empfänger solcher Leistungen sollten daher mit der zuständigen Behörde/dem zuständigen Kostenträger klären, inwieweit die Leistungen aus dem BFD auf andere Leistungen angerechnet werden.

Einsatzbereiche mit Flüchtlingsbezug sind zum Beispiel:

  • Betreuung und Unterstützung von Flüchtlingen bei ihrer Unterbringung und Versorgung (z.B. in Flüchtlingseinrichtungen, Unterkünften, ...),
  • Unmittelbare Unterstützung und Hilfe für Flüchtlinge bei ihrer gesellschaftlichen Orientierung und Integration im Alltag (z.B. als Integrationslotsin und Integrationslotse, als Begleitung zu Behördengängen und Arztbesuchen, als Übersetzungshelferin und Übersetzungshelfer ...),
  • Betreuung und Unterstützung von Flüchtlingen im Bildungsbereich (z.B. Kitas, Schulen, Erwachsenenbildungseinrichtungen und ähnliches),
  • Betreuung und Unterstützung von Flüchtlingen im integrationsorientierten Freizeitbereich (Sport, Kultur, Jugendarbeit etc.),
  • Die Koordinierung und Organisation von bürgerschaftlichem Engagement zu Gunsten von Flüchtlingen (z.B. Sortierung und Weitergabe von Sachspenden, Lebensmittelverteilung, Einsatzplanung von ehrenamtlichen Helfern und vieles mehr)

Pädagogische Begleitung
Alle Freiwilligen, die ihren Dienst im Sonderprogramm leisten, werden pädagogisch durch Mitarbeiter_innen der ijgd besonders begleitet.
Dazu gehört nicht nur die individuelle Betreuung (telefonisch und beim Besuch in der Einsatzstelle, etc.), sondern auch die Durchführung von gesetzlich verpflichtenden Seminaren/Bildungstagen. Die Freiwilligen treffen in der Regel bei Seminaren aufeinander, welche sie sich zum Teil selbst aussuchen können. Für die Teilnahme an diesen Bildungstagen müssen sie nichts bezahlen, denn  die Fahrt-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten werden übernommen.
Ferner steht den Freiwilligen im Flüchtlingsbezug ein breites Angebot an individuellen Unterstützungsangeboten zur Verfügung. Dies können zusätzliche Sprachkurse, spezielle Fortbildungskurse im interkulturellen Lernen und vieles mehr sein.
Das individuelle Bildungsangebot besprechen die Freiwilligen nach Start Ihres Bundesfreiwilligendienstes mit der/dem für ihn/sie zuständigen Referent_in der ijgd.

Für Geflüchtet mit geringen Deutschsprachkenntnissen stehen besondere Unterstützungsangebote für Freiwillige und Einsatzstellen zu Verfügung.

Nach dem Freiwilligendienst
Bei der Bewerbung um einen Studienplatz zählt der BFD als Wartezeit. Am Ende des BFD erhalten Sie eine Bescheinigung, ein Arbeitszeugnis und ein Zertifikat zu den Bildungstagen.
Für Geflüchtete kann sich das Engagement im Bundesfreiwilligendienst auf die Integrationsperspektive und Statusanerkennung positiv auswirken.

Kontakt für die Bewerbung und Beratung
ijgd - Landesverein Thüringen e.V.
KOWO Haus der Vereine
Johannesstr. 2
99084 Erfurt
Telefon: 0361-216554-0
Fax: 0361-216554-14
E-Mail: bfd.thueringen@ijgd.de